Umgeformte Platinen im Anlagenauslauf einer Pressenlinie erfordern ein sensibles Bauteilhandling ohne Taktzeitverlust sowie alternative Stapel- und Logistikkonzepte im EoL-Bereich.
End of Line Systeme (EoL)
HORSTKEMPER liefert dafür die komplette Anlagenperipherie – vom Auslaufband bis zur automatischen Stapelanlage inklusive Qualitätsprüfung der Bauteile – und nutzt dabei seine umfassende Erfahrung im Bereich Stapelanlagen aus anderen Industrien.
Unsere Auslaufbänder im Pressenstraßen-Auslauf überzeugen durch presswerksgerechte Konstruktion und robuste Bauweise. Sie werden in verschiedensten Pressenstraßen und End of Line Systemen eingesetzt. Abmessungen, Riemen- und Gurt-Eigenschaften werden an die jeweilige Kundenapplikation angepasst. Optional sind die Bänder als Strangförderer mit Fächer- und Höhenverstellung erhältlich.
In automatischen Stapelsystemen im EoL-Bereich von Pressenstraßen müssen Werkstücke häufig auf zwei Auslaufbänder verteilt werden. Dazu werden die Bauteile automatisiert auf dem Toolingnest eines Austrageshuttles abgelegt. Das hochdynamische Shuttlesystem fährt die Werkstücke in Pressendurchlaufrichtung aus dem Austragebereich und positioniert sie mittels Drehachse lagegenau für die Stapelroboter. In der X-Achse werden Beschleunigungen von 12 m/s² erreicht. Die Shuttlesysteme basieren auf den bewährten HORSTKEMPER-Baugruppen. Der Toolingwechsel erfolgt automatisch parallel durch einen Stapelroboter und ist integraler Bestandteil des End of Line Systems.
Werden Bauteile im EoL-Bereich direkt nach der Pressenentladung auf ein Auslaufband gelegt, ist für den Stapelroboter eine positionsgenaue Lageerfassung erforderlich. Wir integrieren dafür Kamera- und Scannersysteme namhafter Hersteller. Nach der Detektion richtet der Stapelroboter das Tooling aus und korrigiert während der Fahrt zum Stapelbehälter die Bauteillage. Die optischen Systeme bieten hohe Flexibilität und Prozesssicherheit. Darüber hinaus integriert HORSTKEMPER optische Systeme zur Merkmals-Erkennung in den EoL-Bereich. Im Rahmen einer 100%-Prüfung können so alle Werkstücke auf fehlende Merkmale wie z. B. Bohrungen, etc. geprüft werden.
Für die automatische Stapelung im EoL-Bereich setzten wir alle gängigen Roboterfabrikate ein. Die Bauteile werden positionsgenau über am Roboter befestigte Toolings angesaugt und in den Behältern abgelegt. Entscheidend für die Zykluszeit ist die exakte Positionierung der Roboter, um ihre volle Reichweite und Leistung auszuschöpfen.
Zum Leistungsumfang gehören neben den Robotersockeln auch die applikationsspezifische Ausstattung mit Toolingkupplung, Vakuumgeneratoren und automatischen Tooling-Wechseltüren sowie komplette Bewegungssimulationen vor der Anlagenrealisierung.
Die Behälterstationen bilden den finalen Teil eines EoL-Systems. Umgeformte Bauteile werden in Behälter, Gitterboxen oder Stapelgestelle eingelegt und für den Transport, z. B. zum Karosserierohbau, gestapelt.
Bei vollautomatisierten Systemen sind die Behälterstationen mit Vorzentrierungen für ein wiederholgenaues Einsetzen ausgestattet. Zusätzlich sorgen ausgereifte Schutzkonzepte für sicheres automatisiertes Stapeln und Behälterwechsel.

